Aktuelle Praxis

Die Trompe wird sowohl solistisch als auch in Ensembles  verwendet und bietet ihren Zuhörern dabei jeweils eine große Klangvielfalt.

Im Solo werden die geblasenen Stücke meist im Forte und in zusammenhängendem, fliesenden Lauf vorgetragen. Dabei bieten sich dem Sonneur (Bläser) durch diverse Anblastechniken der Töne unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten einer Fanfare.

Eindrucksvoll ist auch das abwechselnde Spiel zweier oder mehrerer sich quasi „unterhaltender“ Solisten, die eine Fanfare phrasenweise im Wechsel vortragen für eine zusätzliche räumliche Komponente.

Ebenso phrasenweise, also in Abwechslung tragen mehrstimmige Ensembles längere Kompositionen vor. Die Bass-Stimme ist meist lebendig und gegenläufig zur Tonfolge der ersten und zweiten Stimme. Die Stücke sind reich an Rhythmik und Dynamik, ebenso an Harmonien und Ausdruck.

Trompegruppen setzen sich in der Regel aus Bläsern unterschiedlichen Niveaus zusammen, wobei jeder Bläser entsprechend seines Könnens in die Gruppe integriert und gefördert wird. 

Bei einem Vortrag stellen sich die Bläser in einer V-Formation mit dem Rücken zum Publikum auf. Das bedeutet, dass sich die Sonneure in zwei Flügeln von beispielsweise je 6 Personen aufstellen. Die ersten Stimmen positionieren sich an der Spitze der Formation, danach folgen die zweiten Stimmen in der Mitte, sowie die Radoux-und Bouché-Stimmen  und schließlich der Bass oder auch die Bässe jeweils an den offenen Enden des V´s.

Die Schalltrichter werden alle zur Mitte ausgerichtet, so dass sie sich unverdeckt nach hinten wie ein einziger, großer Schalltrichter öffnen. Diese Aufstellung ermöglicht den perfekten harmonischen Zusammenklang und zudem ein präzises Takthalten, ausgehend von der leitenden ersten Stimme an der Spitze der Formation.