Ausbildung der Ausbilder

Die Überlieferung des Wissens und Könnens um die Spielweise der Trompe, das sogenannte Savoir-Faire, gilt es für die Bläser der Trompe in Deutschland neu zu generieren, nachdem seit 1934 die Veränderung der politischen Einflüsse in Deutschland erhebliche Einflüsse auf das kulturelle Leben der Gesellschaft nehmen. Mit dem Wiederaufleben der Trompemusik in den frühen 50iger Jahren kommen der Entwicklung deutscher Trompe-Spieler zum Ausbilder schnell große Bedeutung zu. Hierbei hinterlässt die Unterstützung großartiger Meister aus den Nachbarländern Frankreich, Benelux oder auch der Schweiz bis heute lebendige Strukturen und Freundschaften zwischen den Bläsern.

Wenn in den Anfängen die Überlieferung des Wissens überwiegend den fortgeschritteneren und engagierteren Bläsern innerhalb einer Gruppierung in Deutschland überlassen war, so hat sich daraus bis heute ein System entwickelt, dass nicht unbedingt an Ergebnisse von Leistungsprüfungen oder Wettbewerben des jeweiligen Bläsers gebunden ist.

Viel mehr zählt unter den Bläsern die Anerkennung persönlicher Erfolge und Leistungen für die Trompe, sowie die Fähigkeit, den Schüler korrekt analysieren und eigenes Können vermitteln zu können.

Zum anderen bietet die Organisation der FITF heutzutage zahlreiche Lehrgänge für Ausbilder und Juroren an, um die wesentlichen Stilelemente möglichst einheitlich zu vermitteln.

Der Trend der Vereinheitlichung birgt aber auch die Risiken der Einschränkung von eigenständigen Entwicklungen, und nicht jeder zum Moniteur oder Richter ausgebildete Trompebläser schließt sich dieser Entwicklung an. So bewahrt sich eine eigenständige Art der Weitergabe und Überlieferung, die dennoch geprägt ist von den wesentlichen Stilelementen dieses Instruments und viel Kreativität aus länderübergreifenden freundschaftlichen Beziehungen schöpft.