Leistungsstufen

Das Leistungssystem der FITF hat 6 Stufen und das vorausgehende „Brevet du Sonneur classé“, eine Einstiegsprüfung, bei der Blastechnik und erlerntes Repertoire geprüft wird und die Teilnahme am Wettbewerb für den Aufstieg in das Kategoriesystem ermöglicht.

Im Kategoriesystem sind die Bläser anhand ihres bisherigen Ausbildungsgrades an der Trompe untergliedert, angefangen von der 5. Kategorie bis zur Spitze der Bläser – den besten Wettbewerbsteilnehmern in der 1. Kategorie, die auch oft noch um nationale oder internationale Titel wetteifern.  Auch für Duos und Trios sind solche Wettbewerbe vorgesehen.

Durch intensive und zielgerichtete Übungen in Technik und Ansatz, in Melodieführung und Ausdauer,  entwickelt der Sonneur seinen individuellen Blasstil und kann seine  Fortschritte im Frühjahr und Sommer auf zahlreichen regionalen Selektions-Wettbewerben und einmal im Jahr während des internationalen Concours der FITF überprüfen. So trägt er mit seinem persönlichen Engagement und Fleiß zum Erhalt des kunstvollen Blasstils der Trompe bei.

In dem Vergleichswettbewerb der FITF wird nicht nach Nationalitäten unterschieden. Alle Teilnehmer haben gleiche Ausgangsbedingungen: Vorgegebene Pflichtfanfaren je Kategorie, die anhand klarer Kriterien und Richtlinien der Jury bewertet werden. Etwa jeweils die besten 20 % der angetretenen Konkurrenten  bestehen den Wettstreit und steigen in die nächste höhere Kategorie auf.

Dem Wettbewerbswesen kann kritisch gegenüber gestanden werden, denn nicht jeder gute Trompebläser stellt sich der nervlichen Anspannung, die die Atmosphäre derartiger Vergleiche mit sich bringt. Doch auch mit diesem Wettbewerbswesen wird der augenblickliche Stil der Zeit geprägt und weiterentwickelt. Vielen Bläsern ist die Teilnahme Motivation und Triebkraft, sich den Anforderungen der Trompe zu stellen.

Auch Gruppenwettbewerbe, in denen das kunstvolle Zusammenwirken der Trompespieler in großen Besetzungen und mit umfangreichen Werken (Fantasiefanfaren) dargeboten wird, finden statt. Diese Bewertungen stellen das musikalische Ausdrucksvermögen des gesamten Ensembles in den Vordergrund und lassen die Kategorien der einzelnen Bläser ungeachtet.  Immer wieder werden für die Gruppenwettbewerbe Besetzungen neu zusammengestellt oder neue Fantasien komponiert. Den Gruppenleitern obliegt die Aufgabe, seine Sonneure mit bester Abstimmung und Ausbildung an die Wettbewerbe heranzuführen und die zum Vortrag gebrachten Stücke schönst möglich zu interpretieren.

 

So trägt  besonders das Wettbewerbswesen dem Erhalt und der Entwicklung dieser Musik mit ihren Kompositionen und ihrer Kunst des Blasens der Trompe bei.